Donnerstag, 19. Mai 2011

Die menschliche Fähigkeit sich selbst zu belügen, mit Ilusionistischen Gottesvorstellungen Teil2



Ist Wahrheit limitiert durch den Entwicklungsstand des menschlichen Gehirns und kann somit jederzeit revidiert werden? Lässt sich in gewissen Fällen keine Antwort als Wahrheit beweisen, zählt das, was am wahrscheinlichsten ist? Wohingegen Wahrheit, welche von einer Autorität präsentiert wird, in den meisten Fällen konstruiert ist, um die Interessen und die Macht dieser Autorität zu wahren?
Repräsentiert die Autorität dieWahrheit? Oder sollte man besser sagen: Die Wahrheit ist die Autorität?
Darf ich unter Verwendung eines höheren Wesens, einer höheren Macht bzw. eines Gottes als ‚Lückenfüller’, Wahrheit beschreiben?
Viele denken jetzt an den Satz der Schrift, von Jesus Christus: „Joh 14,6Jesus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“.
Zitiere ich diesen Satz, habe ich dann schon Wahrheit, wie ich Geboren bin, weil ich geboren bin?
Ein fand einen Satz: „nicht gott hat den menschen gemacht, sondern der mensch hat gott gemacht“.
Ein wichtiger Prüfstein für uns Menschen, finde ich. Denn man kann sich, aus seinen eigenen Wahrheiten, seinem eigenen Wollen Wahrheiten schaffen.
Beispiel: Am Ostermorgen im Gottesdienst: „Derr Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig Auferstanden“, lauten die Begrüßung der Gottesdienstbesucher. Aber in diesem Jahr war mir bewusst,
das ich, wenn ich dies glaubte, ich mit meinem Leben, mit dieser Aussage übereinstimmen musste. Ich mochte diesen Satz nicht sagen. Denn er war mir nicht Wahrheit im Ganzen. Ich bemerkte in mir zwar die Zuversicht, das dies wahr ist, aber war selbst nicht zeuge davon.: „… Jesus sagte zu seinen Jüngern, als er sie zurückließ: „Ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“ (Apostelgeschichte 1,8). ..“
Dieses Zeugnis finde ich bei Paulus, wenn er schreibt: „Ich bin mit Christus gekreuzigt und ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ Gal 2,20.
Mit Christus gekreuzigtmit Christus auferstanden“ Wirklich? Ende Teil 2

Die menschliche Fähigkeit sich selbst zu belügen, mit Ilusionistischen Gottesvorstellungen



Bildtext: Blinder Idiot! Scheißkerl! Perverser! Kommunist! Gotteslästerer! Unmorali-
sches Scheusal und Abschaum der Erde! Bild: Ein Mensch schlägt auf einen Atheisten ein, erkennbar am T-Shirt mit der Aufschrift: Atheist.

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BildText: He! Lassen Sie uns hier ein wenig Respekt haben(Jetzt hat der Atheist den Knüppel, und der vorher schlagende ist in der Opferrolle.

Die menschliche Fähigkeit sich selbst zu belügen, mit  Ilusionistischen Gottesvorstellungen/Oder, Was ist Wahrheit?
Sobald eine Autorität, Macht, Institution, Regierung, Kirche oder Religion versucht, dich davon abzuhalten, etwas Bestimmtes zu lesen, ein bestimmtes Buch oder Schriftstück,
schon ist Fremdbestimmung! Nicht dass es dann Sinn machte dies zu lesen, aber jemand überstellt sich dem anderen.
Jemand schrieb: „Die Rechte des Individuums werden nur solange geschützt, wie sie nicht in Konflikt mit den Interessen so genannter Autoritäten geraten. Aufgrund der Tatsache, dass man uns von vorn bis hinten belügt und manipuliert, habe ich mich nach jahrelangen Recherchen nun endlich entschlossen, einen kleinen Teil davon in diesem Buch zu veröffentlichen. Einem Thema habe ich mich dabei besonders verschrieben, und zwar der Sklaverei des menschlichen Verstandes mit Hilfe einer fiktiven Vaterfigur, genannt Gott."
„Die Rechte des Individuums werden nur solange geschützt, wie sie nicht in Konflikt mit den Interessen so genannter Autoritäten geraten."
Und dies passiert auch zwischen Familienmitgliedern!!
Jemand schreibt außerdem: Was ist Wahrheit? Gibt es verschiedene Versionen von Wahrheit, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet? Auch wenn es oft so anmutet, die Antwort ist NEIN! Tatsächliche Wahrheit kennt keine ‚Versionen'. Allerdings gibt es prozentuale Abstufungen, da nicht immer sämtliche Bestandteile eines Sachverhaltes überprüfbar sind. In solchen Fällen greift man auf Philosophie, Logik, Erfahrungswerte und ‚gesundem Menschenverstand' (Vernunft) zurück. Wahrheit muss mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Aber was ist Wirklichkeit? "aus http://www.scribd.com/doc/26197394/Jack-Ryan-Zeitwende-Uberarbeitete-Fassung
Als ich anfing, den Mut zu haben, die Fragen zu stellen, die mich früher verunsicherten, verließ ich den Boden der scheinbaren Sicherheiten, die mich immer auf ein gewisses Maß beschützten. Aber irgendwann wird diese Sicherheit löchrig. Der Schutz wird zum Angriffspunkt.
Beispiel: Wie Luther hütete ich mich vor dem Satz aus Jakobusbrief: „Kapitel 2

18 Nun könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werkevorweisen; zeig mir deinen Glauben ohne die Werke und ichzeige dir meinen Glauben aufgrund .."

Ich war jemand, der froh war, das man bei Gott nichts tun musste, keine Werke haben musste um zu ihm zu gehören: "allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke – Röm 3,28". Das war mein Entspannungssatz.

Ende Teil 1

Donnerstag, 12. Mai 2011

Wie weiß man, dass man glaubt?


Wie weiß man, dass man glaubt?

Antworten dazu:
  • A1 sagte mir: ♦Ich weiß, daß ich glaube, weil ich mich dafür entschieden habe, das zu glauben, was ich glaube.
  • hm, mein Kommentar?: Ich bestimme selbst, was ich glaube?
  • A1 sagte mir: ♦Glaube ist ein weites Feld. Auf mich bezogen heißt die Aussage „Ich glaube an Jesus Christus“. Woher ich das weiß? Ich hab mich dafür entschieden, an Jesus Christus zu glauben.
  • mein Kommentar?:Entweder sagt es mir hier, das jemand die Freiheit erfahren hat, sich zu entscheiden, oder aber hier wird ein menschlicher Willensakt beschrieben, der so nicht stattfinden kann.
  • A1 sagte mir: ♦„ich glaube an Elfen“. Woher er das weiß? Er hat für sich beschlossen, daß die Elfengeschichten wahr sind.
  • mein Kommentar?:Hier entdecke ich dann doch eher eine Eigenkreation eines Glaubens. Göttlicher Glaube ist das nicht.
  • A1 sagte mir: ♦Hilft Dir das weiter? (Du sagtest leider nicht, welcher Glaube gemeint ist)
  • mein Kommentar?:Hier wird es dann sichtbar: "...welcher Glaube gemeint ist..."

  • Eine andere Antwort hat mir gefallen: A2:Es bedarf der Verheissung der Gnade, durch die er uns bezeugt, dass er unser gnädiger Vater ist; denn nur dann können wir zu ihm nahen und auf ihr allein kann das Menschenherz sicher ruhen.“
Noch eine Antwort: A3:“…glaube ist eben nicht belegbar, aber für mich real….“
Ob es vielen Menschen so geht? Oder so?

Montag, 9. Mai 2011

Andachtsbuch


Ich suchte ein Andachtsbuch für Teens und Witzig. Ich fand


Aus: Neuer Saft für müde Birnen von Ken Davis & Dave Lambert

DAS GESETZ DES PENDELS
Im College hatte ich das Fach Rhetorik, und einmal mußte ich eine Unterrichtsstunde vor meiner
Klasse vorbereiten. Ich durfte jedes Thema wählen, das ich wollte, nur mußte es kreativ
vorgetragen werden. Ich entschied mich für das Gesetz des Pendels.
Und so lautet das Gesetz: Ein Pendel kann niemals höher zurückschwingen als bis zu dem Punkt,
an dem es losgelassen wurde. Wegen der Reibungs- und Schwerkraft beschreibt es bei jeder
Schwingung einen kleineren Bogen als zuvor, bis es schließlich ganz stehenbleibt. Das gilt
natürlich nur dann, wenn es keinen neuen Schwung bekommt.
Die ersten zwanzig Minuten der Vorführung verwendete ich darauf, dieses Prinzip der Klasse zu
erklären. Ich demonstrierte das Gesetz sogar mit einer Kugel, die ich mit einer Schnur an der Tafel
befestigt hatte. Ich machte dort einen Strich an die Tafel, wo ich die Kugel losließ, und dann
markierte ich die Stellen, die sie bei jeder folgenden kürzeren Schwingung erreichte. Es dauerte
knapp eine Minute, bis die Kugel ausgependelt war und stillstand. Als die Vorführung beendet
war, bewiesen die Striche an der Tafel meine Erläuterungen.
„Wie viele von euch glauben, daß das Gesetz des Pendels stimmt?“ fragte ich die Klasse. Alle
Hände gingen hoch, auch der Lehrer meldete sich. Nach dem Applaus für meinen Vortrag kam er
nach vorn, weil er glaubte, ich sei fertig. Aber ich hatte ja erst angefangen.
Von den Stahlstreben an de Klassendecke hing mitten im Raum ein großes Pendel herab, das ich
aus 130 Kilo schweren Hantelscheiben und einer Fallschirmleine gebaut hatte. Es sah ziemlich
bedrohlich aus. Ich schlug dem Lehrer vor, seinen Stuhl auf einen Tisch zu stellen und sich mit
dem Hinterkopf an der Betonwand darauf zu setzen. Dann nahm ich das 130 Kilo schwere
Metallgewicht und hielt es an seine Nase. „Wenn das Gesetz des Pendels stimmt“, sagte ich,
„dann schwingt dieses Ding quer durch den Raum, wenn ich es loslasse, und kehrt kurz vor dem
Ausgangspunkt wieder zurück. Ihre Nase ist also nicht in Gefahr. Wie steht’s  glauben Sie immer
noch an das Gesetz des Pendels?“ fragte ich und schaute ihm in die Augen.
Langes Schweigen. Auf seine Oberlippen traten Schweißtropfen, und ein Tropfen hing sogar
vorwitzig an der Nasenspitze. Dann nickte er kaum merklich und flüsterte: „Ja.“ Ich ließ das
Pendel los.
Beim Schwung durch die Klasse gab es ein sausendes Geräusch. Am einen Ende angelangt,
verhielt das Pendel kurz und kehrte wieder zurück. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie
gesehen, daß ein so alter Mann sich so schnell bewegen konnte! Er machte praktisch einen
Kopfsprung vom Tisch.
Vorsichtig ging ich um das immer noch schwingende Pendel herum nach vorn und fragte die
Klasse: „Glaubte er wirklich an das Gesetz des Pe
Die Antwort kam einstimmig: „Nein!“
Mein Lehrer hatte das Gesetz verstanden, war aber nicht bereit, ihm seine Nase anzuvertrauen.
Nach kurzer Diskussion stieg ein Student freiwillig auf den Stuhl. Obwohl sein Gesicht sich
ängstlich verzog, als das Pendel zurückkam, blieb er still sitzen. Es verhielt ein paar Zentimeter
vor seiner Nase und schwang wieder zurück. Jetzt war sein Glaube an das Gesetz bestärkt worden.
Beim nächsten Schwung des Pendels zwinkerte er nicht mal mehr.
Wenn du einen Schritt weiter gehst, als nur Wissen über Gott zu sammeln, wenn du ihm dein
Leben anvertraust, dann erst weißt du wirklich, an wen du glaubst. Beim Bibellesen entdeckst du
die Prinzipien, die Gott darin für dich aufbewahrt. Dann wende sie auf dein Leben an. Eine
riskante Sache! Es ist nicht immer einfach, Gott zu gehorchen, aber wenn du deine Nase für das
einsetzt, was du glaubst – und dabei entdeckst, daß Gott treu ist -, dann wird dein Glaube stärker.
Und wann willst du damit anfangen, wenn nicht jetzt?
V e r s   d e s   T a g e s :
Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, sonst betrügt ihr euch selbst. Denn wenn
jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches
Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergißt
von Stund an, wie er aussah. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und
dabei beharrt und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner
Tat.
Jakobus 1, 22-26

Samstag, 7. Mai 2011

Aus was besteht das Christentum? Ohne Christus ist nichts drin!


Ohne Christus ist nichts drin!

 
Burnout war jetzt ein Thema. Andrea hatte mich nochmal drauf gebracht. JesusFreakLeipzig-
Aus Gott geboren sein  ist auch ein Thema. ( Joh 3, oder Johannesbrief Bibel).
Oder besser gesagt, das Christentum und die Christliche Meinung, das Bekehrung und Wiedergeburt das gleiche ist.
Dann habe ich in der Lebensbeschreibung von Joachim Eckstein die Problembeschreibung gefunden.http://www.mediafire.com/file/s1g8l70omnntljd/LebensBERICHT%2CEcksteinmitMUSIKmp3.mp3
Gerade las ich in einem Forum die Antwort: Daß das Christentum nicht nur aus der Liebe Jesus besteht wirst Du ja sicher auch wissen.
Ja, da macht es Spaß zu formulieren: Aus was besteht das Christentum?
Das fragte dann auch eine Forumstelnehmerin.
Bei Royer erlebte ich heute zwar keine Überraschung, aber leider eben doch die Tendenz und Antwort auch auf das Fehlen von Inhalt des Glaubens.
Fazit: Ohne Christus ist nichts drin!

Freitag, 6. Mai 2011

Muss man nach Wahrheit fragen?!


muss man nach Wahrheit fragen?


jemand schrieb:
„Reicht es nicht zu wissen, daß Jesus für deine Schuld bezahlt hat und daß wir ihn am besten ehren indem wir offensichtliche Sünden vermeiden? Perfekt werden wir dabei nie werden, ständig werden wir etwas zu bekennen haben, aber Jesus war selber Mensch und weiß was es heißt im Fleisch durch eine sündige Welt zu gehen. „
Bei Wikipedia lese ich: Transzenden
„Religiösen und philosophischen Verständnissen vom Transzendenten ist gemeinsam, dass dieser Begriff eine Wirklichkeit bezeichnet, die das voraussetzungslos sinnlich Wahrnehmbare überschreitet. Damit transzendentiert das Verstehen des Sinnlichen seine Wahrnehmung auf etwas – ein Drittes, das in seiner Beziehung zum Wahrnehmbaren erst bestimmt werden muss.“
?Erst bestimmt werden muss?
? Reicht es nicht zu wissen, daß Jesus für deine Schuld bezahlt hat `?

Nein! Warum nicht? Weil dann die weiterführenden Handlungsgründe verfälscht sind!  ?“daß wir ihn am besten ehren indem wir offensichtliche Sünden vermeiden?“
Das wäre dann unser weiteres Handeln. Denn wir „bauen“ auf einen Lösungssatz. Fragen wir nach der Wahrheit unseres Lebens, dann muss diese Wahrheit das ganze Leben Regeln können, sie muss in Übereinstimmung mit der ganzen Wirklichkeit meines Lebens sein.
Alles Geschaffene um uns rum hat Einfluss auf unsere ganze Biologie. Nichts ist allein böse oder gut! So sollte auch die Wahrheit der Bibel von der Wahrheit der Person (Jesus Christus stellte sich als die Wahrheit vor, Joh. 15,6) nicht getrennt sein, sonst sind die Ergebnisse unseres Wissens, nicht mehr Wahrheit sondern Spekulation.
Somit ist die Bestimmung der Wahrheit von der Wahrheit her bestimmt! Nicht von meinem Bestimmt werden. Wahrheit, letztlich, muss mich selbst in Wahrheit verwandelt haben. Sonst verstehe ich nicht, was Wahrheit ist. Wir müssen der Wahrheit gleichen, um Wahrheit zu verstehen. Wahrheit ist die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem „Gegenstand“ Darum liest sich die Bibel für mich so: ‘Ihr müßt von Neuem geboren werden‘ (Joh. 3:7) Und Anbeter in Geist und Wahrheit sein! Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten


Montag, 2. Mai 2011

Projektionen, Wünschen und Visionen- im Dienst einer „höheren Wahrheit“ zu handeln


Gerd Lüdemann (* 5. Juli 1946 in Visselhövede) ist ein deutscher Professor für Neues Testament. Von 1983 bis 1999 lehrte er dieses Fach an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 1999 lehrt er dort mit einem Sonderstatus „Geschichte und Literatur des frühen Christentums“. Er ist verheiratet und hat vier Töchter und acht Enkelkinder.



Im März 1998 veröffentlichte Gerd Lüdemann das Buch Der große Betrug. Und was Jesus wirklich sagte und tat. Darin unternahm er eine „Analyse sämtlicher überlieferter Jesusworte und -taten“ in den vier kanonischen Evangelien und im Thomasevangelium, um festzustellen, welche davon vom historischen Jesus von Nazaret stammten und welche ihm nachträglich zugeschrieben worden seien.[1]
Aufgrund seiner eigenen Kriterien für echte und unechte Jesusworte kam er zu dem als „empirisch“ bezeichneten Ergebnis, dass nur ein kleiner Bestand von etwa fünf Prozent der gesamten Jesusüberlieferung auf Jesus selbst zurückgehe. Dieses Ergebnis verband er mit dem Urteil, schon das Urchristentum habe begonnen, Jesu Worte und Taten „zu verfälschen und übermalen“ und sich „Jesus so zurechtgemacht, wie er ihren Wünschen und Interessen entsprach und wie er ihnen im Kampf gegen Abweichler und Andersgläubige am nützlichsten zu sein schien.“[2]
Zu dieser instrumentalisierenden Verfälschung zählte Lüdemann neutestamentliche Texte zur leiblichen Auferstehung Jesu Christi, zurSühne-Theologie, etwa die Abendmahls-Texte, apokalyptische Texte vom Endgericht und alle Texte, die aus seiner Sicht Jesus als göttliches Wesen verkünden und einen Offenbarungsglaubenvoraussetzen. Diesen beurteilte er als Projektion und folgerte in seinem als „Brief an Jesus“ betitelten Schlusskapitel:
„Auf Projektionen, Wünschen und Visionen kann keine echte Religion aufgebaut werden, auch dann nicht, wenn sie so gewaltig auftritt wie die christliche Kirche, die Dich sogar zum Weltenherrn und kommenden Richter erhoben hat. Du aber bist nicht der Weltenherr, als den Dich Deine Anhänger infolge Deiner Auferstehung erklärt haben, und Du wolltest es auch nicht sein. Du hast das zukünftige Reich Gottes verkündigt, gekommen aber ist die Kirche. Du hast Dich getäuscht, und Deine Botschaft ist von Deinen Anhängern zu ihren eigenen Gunsten gegen die historische Wahrheit verfälscht worden. Deine Lehre war ein Irrtum, denn das messianische Reich ist ausgeblieben.“
– Lüdemann, Gerd: Der große Betrug. Und was Jesus wirklich sagte und tat. Zu Klampen Verlag 1998[3]
Lüdemann stellt sich damit in die Tradition von Hermann Samuel Reimarus: Dieser hatte Jesus in seinen 1774 bis 1778 von Gotthold Ephraim Lessing veröffentlichten Schriften als politischenMessiasanwärter, dessen Naherwartung enttäuscht wurde, dargestellt und den ersten Christen die betrügerische Erfindung des Auferstehungsglaubens zugeschrieben. Ferner folgt Lüdemann derReligionskritik Ludwig Feuerbachs, der den Glauben an einen Gott, eine Inkarnation dieses Gottes und andere, vornehmlich lutherisch-christliche Dogmen als psychologisch verständliche, aber für den Fortschritt des Humanismus zu überwindende Wunschprojektion beschreibt. Der um 1900 gefallene Satz „Jesus kündete das Reich Gottes an, und gekommen ist die Kirche“ stammt vom französischen katholischen Theologen Alfred Loisy.[4]
Lüdemann trat mit weiteren Büchern als Kirchenkritiker hervor, die vor allem den Auferstehungsglauben historisch widerlegen möchten („das Grab Jesu war voll“).[5] In diesen Zusammenhang gehört auch seine kritische Rezension des Buches Jesus von Nazareth. Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung von Papst Benedikt XVI.: Es sei „intellektuell unglaubwürdig“ und eine „peinliche Entgleisung“, die die historische Bibelkritik „vor den Karren des römisch-katholischen Glaubens spanne“.[6]